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Macht und Sinn

über die Bedeutung vom Sinn, der Macht und ob Sinn und Macht alleine stehen oder zusammengehören

Das Folgende sieht zunächst einmal aus, wie ein Wortspiel. Aber lese die Sätze (1) bis (4) nicht nur, sondern fühle Dich in den Inhalt hinein:

(1): Macht mit Sinn macht Sinn.
(2): Macht ohne Sinn ist sinnlose Macht. Sie macht sinnlos.

Jetzt umgekehrt:

(3): Sinn mit Macht macht ist mächtig.
(4): Sinn ohne Macht ist machtlos. Das macht ohnmächtig.

Aus den Sätzen (1) bis (4) lassen sich Muster erkennen, die auch auf den morphologischen Zusammenhang Rückschlüsse ermöglichen.

Durch das Wort 'mit' in (1) und (3) sind Sinn und Macht miteinander in Bindung/Kontakt/Beziehung. Sie zeigen, dass Sinn und Macht in Kombination sich einander ergänzen. Die Kombination ergibt Sinn und Macht. Angewendet, z. B. auf das eigene Leben, werden die Dinge sinnvoll und mächtig.

Kommen wir zu (2) und (4). Hier sind die Objekte Sinn und Macht durch den Begriff 'ohne' voneinander getrennt/entzweit/alleinstehend.

(2) zeigt, Macht ohne Sinn macht sinnlos. Der Zustand des machtvollen (aber sinnlosen) Handelns beobachten wir, wenn wir den subjektiven Blickwinkel eines Wesens einnehmen. Z. B. ist in einem feudalen Herrschaftssystem das Handeln der Herrschenden sehr machtvoll, aber ohne den Sinn dem Lebendigen Leben zu dienen. Vom Sinn losgelöste Macht, ist häufig um sich selbst kreisend, also nur selbsterhaltend und nazistisch. Die Frage nach dem Sinn, für den ein Mensch seine Macht einsetzt, ist umgangssprachlich die Frage nach der Motivation. Ein Mensch, der aus intrinsischen Motiven handelt ist persönlich vom Sinn seines Tuns überzeugt, wo hingegen derjenige, der nur äußeren Vorstellungen folgt, sich dem Sinn der Taten nicht bewusst ist.

Zu (4): Sinn ohne Macht ist dann vorhanden, wenn Du tun kannst was Du willst, die Handlung aber im geistig-spirituellen Sinn ohne Wirkung bleibt, also keine Macht zum Ändern der emotionalen/geistigen/spirituellen/ideellen Situation in sich trägt oder, noch anders gesagt, die Taten nicht sinnstiftend sind. In Bezug auf das persönliche Leben ist das immer dann vorhanden, wenn Du das Gefühl hast, dass sich nichts ändert, obwohl Du Dich anstrengst. Hierfür gibt es auch ein weiteres Wort: Depression. Im sozialen Kontext ist häufig sinnlose Mach(t)enschaft/Verhalten in Gruppen zu erkennen. Z. B. werden Beschlüsse mit gut klingenden Worten in Vereinssatzungen oder Gesetze geschrieben, jedoch fehlt den Personen die dies dann exekutiv in gelebtes Leben umsetzen die Kraft, das Wissen, die Selbstreflektion oder das Bewusstsein für die eigene Handlung. In der Folge einer mangelnden persönlichen Reife wird unbewusst am Sinn der geschriebenen Worte vorbei gelebt, weshalb der gefasste Beschluss, die geschriebene Satzung, ein Gesetz, etc. zwar als Absicht geschrieben stehen, aber sich der Sinn nicht entfalten kann, und das Handeln der gesamten Gruppe wirkungslos/machtlos ist.

Die Analyse zeigt, dass Sinn und Macht in Kombination (1+3) Sinn stiften und wirkungsvolles Sein bedeuten und ein gelingendes Leben hervorbringen. Werden Sinn und Macht voneinander getrennt/isoliert (2+4), entstehen Tyrannei, Narzissmus, Depression, Stagnation und Leere.

Teil 2

Ein Leser meines Blogs hat an mich die Frage gestellt, ob in Macht auch Sinn steckt...?

Ja, in Macht steckt Sinn. Der Sinn von Macht ist sich bewegen zu können. Macht bedeutet Dynamik selber hervorzubringen. Im Unterschied zum nicht dynamisch sein, zum sich nicht bewegen, braucht Macht auch Raum. Der Mächtige, der sich in Bewegung befindende Mensch, kann schöpferisch tätig sein. Im Vergleich desjenigen, der nur still sitzt, ist der gehende Mensch, der handelnde Menschen, der denkende Mensch, der fühlende Mensch in einem höheren Zustand des Seins, denn er befindet sich nicht nur im Hier, nicht nur im Jetzt. Er ist aufgrund seiner Aktivität auch im Dort, in der Zukunft. Er verbindet sich mit einem weiteren Ort, einer weiteren Zeit und legt einen Weg zurück. Dafür bewegt er Energie und gestaltet in Folge seines Seins den (Lebens-) Raum erneut.

Mit bestem Gruß,
Euer Martin

Erstellt am: 24.01.2021 | Veröffentlichung am: 25.01.2021 | Autor: mku | Beitrag als *.PDF speichern

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